Gründungsjahr : 1909 - Gedenkjahr der Kämpfe gegen die Franzosen und Bayern im Jahre  1809

Gründer:  Dr. Rudolf Bachmann (Saxo Bavaria Prag), Muntlix; Friedrich Bachmann, Muntlix; Dr. Fidel Knecht, Rankweilweil; Dr. Ambros Gau, Muntlix; Dr. Martin Koch, Röthis; Hermann Breuß, Röthis; Dr. Hugo Häusle, Rankweil;
etwas später:  Alois Knecht, Rankweil; Andreas Lins, Rankweil; Dr. Andrä Bauer, Rankweil; Dr. Eugen Häusle, Rankweil;

Wahlspruch: Fortes ut majores - im Gedenken an die vaterländischen Feiern um 1909

Farben: Schwarz-Gold-Grün, nur Biertonne und Band 

Zweck der Feriensippen war der ferienzeitliche Zusammenschluss katholischer Studenten (korporiert oder nicht korporiert) zu echter Lebensfreundschaft, die Pflege der Heimatliebe und der heimatlichen Sprache. Dem Hang der Romantik folgend, gab es an Stelle der üblichen Verbindungs-Chargen: Ritter und Knappen, Gaugraf (Senior), Marschall (Fuchsmajor), Burgfräulein, Burgpfaff, Haus- und Hofprälat, Herzog (Philistersenior, in der Regel: lebenslänglich) 

Stammkneipe war bis ca. 1960 der Gasthof Rößle in Röthis (= Rudelsburg, benannt nach dem Wirt Rudolf Koch, später Ehrenmitglied). Die Rudelsburg war Pflegestätte feuchtfroher Turniere, die Annalen wissen köstliche Dinge zu erzählen von Dagobert, Bürle, Brosi, Binile, von Rolf und Kauz, Goliath, Kracherl und Styx, von Ausfahrten hoch zu Ross oder auf Leiterwagen, von Knöpflekneipen und Kriasiritten.
Ab 1961 wurde der Vinomnasaal in Rankweil zur Stammsitzliegenschaft des Herzogs erkoren, wo die Hintersassen aus allen Gauen der heiteren Muse ihren Tribut zollten. Es begannen die goldenen Jahre Raetias. Drei Jahrzehnte lang wurden fast jährlich große Festturneys vor vollem Hause abgehalten. Berühmte Bierulke mit fernsehreifen Aufführungen mit Burgschalk Tommy, Meinrad, Bim, Spatz, Schnabel und Bacchus & Co wurden hier veranstaltet. Ein fürstliches Geschenk studentischen Witzes und Kurzweil, ein brillantes Feuerwerk herzlicher Gastlichkeit, wie es in einem Kommentar in einer Vorarlberger Tageszeitung treffend beschrieben worden ist. 
Gesellige Zusammenkünfte bei Wald- und Burgkneipen am Nudelbühel in Rankweil und besonders im Pfaffenkellerloch, eine Waldschlucht ob den Rebhalden in Röthis, lud zu Umtrunk und gruselhafter Geistepredigt.
Auch in der Not waren die Raeten zur Stelle: Bei Not am Mann half man bei Heu- oder Obsternte korporativ auch am Tannberg und beim Hochwasser 1910 in Feldkirch.
2009 feierte Raetia ihr 100 jähriges Bestehen mit einem Ritterabend und Kommers.
2019 schließlich lädt die "älteste Rankweilerin" alle Freunde von Nah und Fern zu ihrem 110-Wiegenfest ein.